Kalender Münsterimpressionen Ulm – Innenansichten

Gotische Strukturen im Westturm des Ulmer Münsters

Gotische Strukturen im Westturm des Münsters

Der Stammbaum Christi als Wandrelief

Wandrelief mit dem Stammbaum Christi

Blick aus der Turmhalle in das Mittelschiff des Ulmer Münsters

Blick aus der Turmhalle in das Mittelschiff

Blick in das Mittelschiff des Ulmer Münsters, mit der Kanzel und Ulrich Ensinger

Blick in das Mittelschiff des Ulmer Münsters

Die Hauptorgel im Münster, Ulm

Die Hauptorgel im Münster, Ulm

Das Chorgestühl des Ulmer Münsters

Das Chorgestühl des Ulmer Münsters

Ulmer Schwörglocke im Glockenstuhl des Ulmer Münsters

Ulmer Schwörglocke im Glockenstuhl

Ein Münsterbaumeister trägt die Last

Ein Münsterbaumeister trägt die Last

Das Seitenschiff des Ulmer Münsters mit dem Taufbecken

Das Seitenschiff des Ulmer Münsters mit dem Taufbecken

Blick in den Chor des Ulmer Münsters mit dem Kreuzaltar, Sakramentshaus und das Wandbild des Weltgerichts

Blick in den Chor mit Kreuzaltar,

Das Mittelschiff des Ulmer Münsters mit dem Kreuzaltar

Das Mittelschiff des Ulmer Münsters mit dem Kreuzaltar

Fenstermalerei und Altar in der Bessererkapelle im Ulmer Münster

Fenstermalerei und Altar in der Bessererkapelle

 

 

 

125 Ulm, 125 Jahre Münsterturm, lobte für die Aussenansichten einen Fotowettbewerb aus. Ergänzt werden diese tollen Fotos durch 12 Innenansichten die uns eine kleine Münsterführung geben.

125 Jahre Münsterturm:
http://www.ulm125.de/

Die Fotos auf Facebook: https://www.facebook.com/fotompressionenulm

Den Kalender bestellen: http://www.ulm-kalender.de/bestellen/kalender-2015/

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Oktober – Sakramentshaus, Weltgerichtsgemälde

 

Blick in den Chor des Ulmer Münsters mit dem Kreuzaltar, Sakramentshaus und das Wandbild des Weltgerichts

Blick in den Chor des Ulmer Münsters mit dem Kreuzaltar, Sakramentshaus und das Wandbild des Weltgerichts

Im rechteckigen Kasten mit der roten Gittertür des Sakramentshauses wurden bis zur Reformation die Hostien für die heilige Kommunion aufbewahrt. Die ungeheure Bedeutung für die Menschen vor der Reformation wird durch die prächtige Ausarbeitung des Hauses für den Leib Christi manifestiert. Der 26 Meter in die Höhe ragenden steinernen Aufbau scheint mit seiner Spitze direkt in den Treppenturm des Weltgerichtsgemälde überzugehen.

Auf der Linke Seite des vom Ulmer Maler Hans Schuchlin 1471 geschaffene Freskos werden die Seligen von Petrus über einen Treppenturm in den Himmel geführt. Posaunenblasenden Engel verkünden auf der Höhe der Chorbogenspitze das Ende der Zeiten. Rechter Hand werden die Sünder von Teufeln in die Hölle getrieben. Maria und Johannes der Täufer beten für die armen Seelen unterstützt von Aposteln, Heiligen und Propheten. Über allem in der Mandorla thront Christus als Richter, die ein Regenbogen als Hoffnungszeichen umgrenzt.

Zentral unten mittig sehen wir den Kreuzaltar.

Textquellen, Links:

Ulmer Münster: http://www.ulmer-muenster.de/das_bauwerk/rundgang/das_sakramentshaus.html
Ulmer Münster: http://www.ulmer-muenster.de/das_bauwerk/rundgang/wandbild_weltgericht.html

Wikipedia, Ulmer Münster: http://de.wikipedia.org/wiki/Ulmer_Münster

 

November – Chor , Kreuzaltar, Mittelschiff

 

Das Mittelschiff des Ulmer Münsters mit dem Kreuzaltar

Das Mittelschiff des Ulmer Münsters mit dem Kreuzaltar

Wir blicken vom Chor in das Mittelschiff des Ulmer Münsters. Im Scheitel des Chorbogens sehen wir das Kruzifix das dem darunter befindlichen Altar seinen Namen gab. Der Kreuzaltar. Diese Schwelle zwischen Chor und Mittelschiff trennte in der Zeit vor der Reformation die Laien von den Geistlichen. Aber das Münster als „Bürgerkirche“ hebt hier symbolträchtig  den Zusammenhang, nicht die Trennung hervor. Denn der Altar als Rückseite des Chorgestühls scheint mit dem Chorgestühl zu verschmelzen. Hinter dem Kreuzaltar öffnet sich uns das grandiose Gewölbe des Mittelschiffes. Eine filigrane, dem Himmelreich zustrebende Linienführung geben dem Bau eine ungewöhnliche Leichtigkeit. Links und rechts an den Pfeilerreihen stehen auf den Konsolen die Heiligen. Am Ende des Mittelschiffes fügt sich die 1967 -1969 erbaute Große Orgel harmonisch in das Gesamtbild ein.

Textquellen, Links:

Ulmer Münsterhttp://www.ulmer-muenster.de/das_bauwerk/rundgang/der_kreuzaltar.html

Wikipedia, Ulmer Münster: http://de.wikipedia.org/wiki/Ulmer_Münster
Den Kalender bestellen: http://www.ulm-kalender.de/bestellen/kalender-2015/

 

 

August – Ein Münsterbaumeister trägt die Last

Ein Münsterbaumeister trägt die Last

Ein Münsterbaumeister trägt die Last, Konsole Südpfeilerreihe

Wir befinden uns im Mittelschiff und blicken gegenüber der Kanzel auf eine Konsole der Südpfeilerreihe. Unter der Konsole befindet sich eine ins Mittelschiff schauende, kauernde Männerfigur die ganze Last des Münsters tragen zu wollen scheint. Das ihm das zu gelingen vermag liegt an der filigran wirkenden Linienführung der gotischen Strukturen. Sie streben himmelwärts. Unterstützt wird diese Richtungsweisung durch den auf der Konsole befindlichen Apostel Paulus welcher die Hand nach oben reckt. An der Mittelsäule vorbei sehen wir im südlichen Seitenschiff die Linienführung vom Lichteinfall der Seitenfenster modelliert.

Textquellen, Links:

Ulmer Münster: http://www.ulmer-muenster.de/das_bauwerk/rundgang/die_pfeilerkonsolen.html

Wikipedia, Ulmer Münster: http://de.wikipedia.org/wiki/Ulmer_Münster

 

Den Kalender bestellen: http://www.ulm-kalender.de/bestellen/kalender-2015/

 

 

 

 

 

September – Das Südseitenschiff

Das Seitenschiff des Ulmer Münsters mit dem Taufbecken

Das Seitenschiff des Ulmer Münsters mit dem Taufbecken

Der Blick in das östliche Gewölbe im Südschiff des Ulmer Münsters zeigt uns in der linken Bildhälfte die Säulen des Hauptschiffes. Von den beiden, Weltgefährdung und Weltvollendung genannten Fenstern, in ein Farbspiel getaucht das an sonnigen Nachmittagen zu beobachten ist. Diese beiden neuesten, 2001 fertiggestellten Fenster hat der Künstler Johannes Schreiter geschaffen. Die gegensätzliche Farbtemperatur der Fenster schafft plastische Abstufungen vom warmen bernsteinfarbenem Licht bis hin zum nüchternen Blau. Rückreflexe vom Sonnenlicht im Hauptschiff geben unserem gotischen Bauwerk prächtige goldene Reflexe.

In der rechten unteren Bildhälfte erblicken wir den wie ein kleines Haus wirkende Taufstein von 1474 unter dem mächtigen Baldachin. Bei der Taufe erinnert uns seine dreieckige Form an den Namen des dreieinigen Gottes. Der unvollendete Turm über dem Baldachin sollte ursprünglich wie die Kanzel und das Sakramentshaus weit ins Gewölbe ragen. Das Taufbecken wird von vier Löwen getragen. Auf jeder Seite des achteckigen Steines eingemeißelt trägt eine alttestamentarische Gestalt ein Band mit einem Wort über das Wasser.

Textquellen, Links:

Ulmer Münster – Weihwasserbecken: http://www.ulmer-muenster.de/das_bauwerk/rundgang/der_taufstein.html 
Ulmer Münster – Weihwasserbecken: http://www.ulmer-muenster.de/das_bauwerk/rundgang/die_modernen_fenster.html

Wikipedia, Ulmer Münster: http://de.wikipedia.org/wiki/Ulmer_Münster
Wikipedia, die Fenster des 20. Jhd: http://de.wikipedia.org/wiki/Ulmer_Münster#Fenster_2

 

Juli – Die Schwörglocke

Ulmer Schwörglocke im Glockenstuhl des Ulmer Münsters

Ulmer Schwörglocke im Glockenstuhl des Ulmer Münsters

Wer die im Juli Motiv abgebildete Schwörglocke im Glockenstuhl sehen möchte macht sich auf einen schweren Weg. Zunächst der Aufstieg zur ersten Aussichtsplattform und dann der Abstieg bis zu einer recht unauffälligen Nische mit verschlossener Tür. Denn im Rahmen normaler Führungen und der selbstständigen Besichtigung des Ulmer Münsters ist der Glockenstuhl nicht zugänglich. Zwar lässt sich in der Mitte der Turmhalle mit dem Blick senkrecht nach oben durch eine kreisrunde Öffnung zum Glockenstuhl ein Blick erhaschen, aber um die prächtigen 13 Glocken zu erblicken. Das Münster hat zehn läutbare Glocken und drei weitere Glocken, die nicht geläutet werden.

Die bekannteste Glocke des Münsters ist zugleich die älteste Glocke. Entstanden im 14. Jahrhundert, ist sie älter als das Ulmer Münster und hing vorher in einer „Kirche über Feld“, außerhalb der Stadt in der Nähe des heutigen Friedhofs. Sie wiegt 3,5 Tonnen, hat einen Durchmesser von 164 cm und wird bis zum heutigen Tag ausschließlich am Schwörmontag und von Hand geläutet. Ihr Schlagton ist c1.

Textquellen, Links:

Ulmer Münster – Beschreibung aller Glocken incl. Hörprobe: http://www.ulmer-muenster.de/das_bauwerk/glocken.html

 

Wikipedia – Glockenbeschreibung und Läuteordnung: http://de.wikipedia.org/wiki/Ulmer_Münster#Glocken

 

März – Die Turmhalle mit Blick in das Hauptschiff

Blick aus der Turmhalle in das Mittelschiff des Ulmer Münsters

Blick aus der Turmhalle in das Mittelschiff des Ulmer Münsters

Auf dem März Motiv unseres Münster Kalender blicken wir aus der Turmhalle direkt in das Hauptschiff gesäumt von den Heiligen Skulpturen bis vor zu Chor. Linker Hand erblicken wir die Kanzel mit Schalldeckel. An der Wand vor dem Chor ist das Wandbild des Weltgerichtes das erste Fresko in Süddeutschland.

In der Turmhalle ist der Boden mit Steinplatten in Form eines Sterns ausgelegt. Wer sich dort in den inneren Kreis stellt, hat die Spitze des weltweit höchsten Kirchturmes mit seinem Gewicht von 52.000 Tonnen genau über sich.

Die Innenwände sind mit Fahnen und Regimentsschilden bestückt. Sie erinnern daran, dass Ulm im 19. Jahrhundert eine bedeutende Garnisonsstadt war. Im Bogen hängt eine sechs Meter große bronzene Figur des Erzengels Michaels. Der Entwurf von 1923 sah ihn mit gesenktem Schwert für die nördliche Vorhalle vor. Als er 11 Jahre später als Teil des Kriegerdenkmals für die Gefallenen aus dem Ersten Weltkrieg an der Schwelle von der Turmhalle zum Mittelschiff angebracht wurde, hielt er das Schwert nun drohend nach oben. Die NSDAP hatte diesen herausgehobenen Standort durchgesetzt. Leider gehört auch dies zur Geschichte des Münsters.

Textquellen, Links:

Ulmer Münster: http://www.ulmer-muenster.de/das_bauwerk/rundgang/die_turmhalle.html

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Ulmer_Münster

Der Erzengel Gabriel im Ulmer Münster: http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Hitlers-Engel-im-Muenster-Was-es-mit-der-Michaels-Figur-auf-sich-hat-id26538556.html

Juni – Das Chorgestühl

Das Chorgestühl des Ulmer Münsters

Das Chorgestühl des Ulmer Münsters

Der Söflinger Jörg Syrlin fertigte das imposante Chorgestühl in den Jahren 1469 bis 1474 aus dunklem Eichenholz. Daß wir dieses Kunstwerk mit seiner vielschichtigen Symbolik heute noch erleben dürfen liegt daran, daß die Ulmer Patrizierfamilien das Gestühl während des Bildersturms bewachen ließen. Es war zu dieser Zeit erst wenige Jahrzehnte alt und die Familien wussten noch sehr genau was das Gestühl ursprünglich gekostet hat.

Die lebensgroßen Büsten, die der begnadete Bildschnitzer Michel Erhart geschaffen hat, stellen auf der Frauenseite Seherinnen (sog. „Sibyllen“) dar, die an verschiedenen Orakelstätten der Antike geweissagt haben. Zur Linken begegnen wir auf Augenhöhe Forschern, Philosophen und Schriftstellern ebenfalls aus vorchristlicher Zeit. Über den Büsten finden sich in der Rückwand Gestalten des Alten Testaments, darüber in den Spitzgiebeln Frauen und Männer des Neuen Testaments und der frühen Kirche.

Textquellen, Links:

Ulmer Münster: http://www.ulmer-muenster.de/das_bauwerk/rundgang/das_chorgestuehl.html 

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Ulmer_Münster

 

Mai – Die Große Orgel

Die Hauptorgel im Münster, Ulm

Die Hauptorgel im Münster, Ulm

Auf unserm Maimotiv des Kalenders sehen sie die „Große Orgel“ oder „Westorgel“ auf der Hauptempore unter dem Hauptturm. Die 5 Orgeln des Ulmer Münsters ertönen zu unterschiedlichen Anlässen. Als eine der bedeutendsten Orgeln Mitteleuropas gilt unsere von 1967 – 1969, durch die Orgelfirma Eberhard Friedrich Walcker & Cie. (Ludwigsburg) erbaute Orgel. Bei der durch den Orgelsachverständigen Walter Supper betreuten Errichtung wurden Teile des Pfeiffenmaterials der alten Walker Orgel verwendet. Ihre fast 9000 Pfeifen werden über 5 Manuale und Pedal bespielt.

An Werktagen während der Reisesaison wird das Orgelkonzert um 12 Uhr gespielt. Jeden Sonntag ab 11:30. Hinweise auf Sonderkonzerte und Programm ersehen Sie im Veranstaltungskalender des Münsters.

Textquellen, Links:

Ulmer Münster: http://www.ulmer-muenster.de/das_bauwerk/rundgang/die_orgel.html

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Ulmer_Münster#Orgeln

 

April – Die Kanzel – Ulrich von Ensingen

Blick in das Mittelschiff des Ulmer Münsters, mit der Kanzel und Ulrich von Ensinger

Blick in das Mittelschiff des Ulmer Münsters, mit der Kanzel und dem Münsterbaumeister Ulrich von Ensinger

Wer das Münster über den Haupteingang betritt erblickt unwillkürlich diese Perspektive. Vom südlichen Seitenschiff an der Skulptur des Ulrich von Ensingen vorbei in das Mittelschiff auf die, 1510 von Jörg Syrlin der Jüngere, aus weichem Lindenholz geschnitzte Kanzel.

Syrlin hat den turmartigen Aufbau über dem Platz des Predigers selbst zu einer Predigt gestaltet. Innen im Schalldeckel führt eine Wendeltreppe zu einer zweiten, kleineren Kanzel auf der ein unsichtbarer, himmlischer Prediger seinen Platz finden kann. Wo Gottes Wort und Menschenwort sich verbinden, dort kann Trost erfahren werden, Klarheit entstehen und Hoffnung keimen.

Ulrich von Ensinger baute 1392 bis 1417 am Ulmer Münster. Hier führte er das bereits begonnene Langhaus weiter und setzte die Planänderung von der ursprünglich vorgesehenen Hallenkirche zur Basilika durch. Er erschuf mit dem Riss des Westturmes eine der bedeutendsten gotischen Architekturzeichnungen. Der im Ulmer Stadtmuseum erhaltenen aus mehreren Blättern bestehende Riss, ist 70,4 cm breit und 305 cm hoch. Ensinger konnte lediglich die Untergeschosse des Turmes errichten danach baute Matthäus Böblinger baute nach eigenen Rissen weiter. Wie vielerorts blieb das gotische Bauwerk im Mittelalter unvollendet. Erst im 19 Jh.  Wurden die Chortürme und Westturm fertiggestellt.

Textquellen, Links:

Ulmer Münster: http://www.ulmer-muenster.de/das_bauwerk/rundgang/kanzel_und_schalldeckel.html

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Ulmer_Münster

http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Ensinger