Fotokalender Impressionen Ulm 2017

Der Wandkalender, Impressionen Ulm 2017 mit 12 wundervollen Ulm-Fotomotiven von Peter Reiser, Nadja Wollinski und APR-Fotostudio, kann in diesem Webshop bestellt werden. Dieses Angebot richtet sich an alle, die nicht die Gelegenheit haben nach Ulm zu kommen. In Ulm kann der Wandkalender im Stadthaus, bei Abt, dem Ctiymarketing und der SWP gekauft werden.

Kalender - Impressionen Ulm 2017

Artikelnummer: 12016
Stückpreis: 7,50 EUR
(inkl. 19,00% MwSt. und zzgl. Versandkosten)
Gewicht: 0,50 kg

Format DIN A3
4farbig, einseitig, Druck Standard, Lackierung alle Seiten seidenglänzend,
200 g/m² Bilderdruckpapier seidenmatt,
Querformat, 13 Seiten, grauer Rückkarton,
Transparente Zwischenblätter mit Bildbeschreibung
Spiralbindung schwarz, Aufhänger,

Kalender Preis EUR 7,50 incl. 19 % MwSt.
Versandkosten incl. Porto EUR 5,00 incl. 19 % MwSt.

Lieferzeit per DPD ca. 5 Werktage.

Ansicht Ulm im Winter

Ansicht Ulm im Winter, Nadja Wollinski

Venet Haus in Neu-Ulm

Venet Haus in Neu-Ulm

Amtsgericht in der Olgastrasse

Amtsgericht in der Olgastrasse, Nadja Wollinski

Judenhof

Judenhof

Kloster Wiblingen, Südflügel

Kloster Wiblingen, Südflügel

Rosengarten auf der alten Stadtmauer

Rosengarten auf der alten Stadtmauer

Fischerstechen

Fischerstechen

Bundesfestung, Wilhelmsburg

Bundesfestung, Wilhelmsburg

Neue Synagoge

Neue Synagoge

Reformationsportal, Ulmer Münster

Reformationsportal, Ulmer Münster

Tunnelbaustelle, S21

Tunnelbaustelle, S21

Weihnachtsbaum vor dem Ulmer Münster

Weihnachtsbaum vor dem Ulmer Münster, Nadja Wollinski

Ulmer Münster im Postershop

Ulmer Münster Motive im Postershop

Wir haben in den letzten Wochen neue Motive des Ulmer Münsters in den Postershop hochgeladen. Heute möchten wir einige Motive aus dieser Rubrik vorstellen.

Das illuminierte Ulmer Münster am Münster XXL-Tag in einer Komplettansicht mit Stadthaus

Das illuminierte Ulmer Münster am Münster XXL-Tag mit Stadthaus

Das Ulmer Münster im Sommer in einer klassischen Komplettansicht mit Stadthaus als Infrarotaufnahme

Das Ulmer Münster im Sommer mit Stadthaus als Infrarotaufnahme

Das Ulmer Münster in einer Diagonalperspektive mit Stadthaus

Das Ulmer Münster in einer Diagonalperspektive mit Stadthaus

Wir bieten Daten für malerische Poster und Fotoabzüge von der Ulmer Altstadt mit dem Rathaus, dem historischen Fischerviertel mit dem Metzgerturm. Sie können zwischen verschieden Formaten, Fototechniken und Stimmungen zu verschiedenen Jahreszeiten wählen.

Ulmer Münster Gesamtansicht - Hochformat

Artikelnummer: 12375
Stückpreis: 14,90 EUR
(inkl. 19,00% MwSt. und zzgl. Versandkosten)
Gewicht: 0,00 kg

Das Postermotiv zeigt den Hauptturm des Ulmer Münsters im Sommer vor einem wolkenlosen Himmel
Ulmer Münster als Gesamtaufnahme – Poster Hochformat

180 dpi für hochaufgelöste Belichtung auf Fotopapier bis DIN A2 60 x 90 cm.
270 dpi für hochaufgelöste Belichtung auf Fotopapier bis 40 x 60 cm.

Downloadartikel: Sie erhalten den Downloadlink per E-mail nach der Bezahlung per Paypal. Der Artikel ist versandkostenfrei.

Verwendung gemäß unserer AGB für eine Ausbelichtung für private Verwendung natürlicher Personen.
Bei Fragen freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

 

Ähnliche Produkte

Ulmer Münster diagonal - Hochformat

Artikelnummer: 12376
Stückpreis: 14,90 EUR
(inkl. 19,00% MwSt. und zzgl. Versandkosten)
Gewicht: 0,00 kg

Das Ulmer Müsnter vor makellosem blauem Himmel im Sommer in einer klassischen Diagonalansicht

Ulmer Münster als Gesamtaufnahme – Poster Hochformat
290 dpi für hochaufgelöste Belichtung auf Fotopapier bis 30 x 45 cm.
220 dpi für hochaufgelöste Belichtung auf Fotopapier bis 40 x 60 cm.

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Weitere Motive und Rubriken im Postershop

Wir bieten auch malerische Motive der Rubriken

Ulmer Altstadt und Fischerviertel im Postershop

Neue Motive im Postershop

Wir haben in den letzten zwei Wochen neue Motive in den Postershop hochgeladen. Heute möchten wir einige Motive aus unserer Rubrik Ulmer Altstadt und Fischerviertel vorstellen.

Das stimmungsvolle Poster zeigt den beliebten Spazierweg auf der alten Stadtmauer im beginnenden Frühherbst.

Der beliebte Spazierweg auf der alten Stadtmauer im Frühherbst.

Die malerischen Fachwerkhäuser des Ulmer Fischerviertels

Die malerischen Fachwerkhäuser des Ulmer Fischerviertels

Das stimmungsvolle Poster zeigt das Ulmer Rathaus zur blauen Stunde.

Das stimmungsvolle Poster zeigt das Ulmer Rathaus zur blauen Stunde.

Wir bieten Daten für malerische Poster und Fotoabzüge von der Ulmer Altstadt mit dem Rathaus, dem historischen Fischerviertel mit dem Metzgerturm. Sie können zwischen verschieden Formaten, Fototechniken und Stimmungen zu verschiedenen Jahreszeiten wählen.

Ulmer Rathaus zur blauen Stunde - Sonderformat 1:1

Artikelnummer: 12361
Stückpreis: 19,90 EUR
(inkl. 19,00% MwSt. und zzgl. Versandkosten)
Gewicht: 0,00 kg

Das stimmungsvolle Poster zeigt das Ulmer Rathaus zur blauen Stunde.

307 dpi für hochaufgelöste Belichtung auf Fotopapier bis 42 x 42 cm.
200 dpi für hochaufgelöste Belichtung auf Fotopapier bis 60 x 60 cm.

 

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Weitere Motive und Rubriken im Postershop

Weitere Motive der Rubrik Ulmer Altstadt und Fischerviertel:

Wir bieten auch malerische Motive der Rubriken

Verkaufsstellen für den Kalender

Der Kalender Fotoimpressionen Ulm 2016 kann entgegen anderslautender Meldungen bei vielen Ulmer Geschäften gekauft werden, SWP, Abt auf dem Münsterplatz, dem Tourismusbüro im Stadthaus…

Oder toll für alle Ulmer in der Ferne wohnen!!!
Der Ulm Kalender kann auch bestellt werden.

http://www.ulm-kalender.de/bestellen/kalender-2016/

Überblick über die Motive:

Ulmer Donaufest

Ulm Donaufest – Nadja Wollinsky

Ulm Hischstrasse mit Münster

Ulm Hirschstrasse Münster – Nadja Wollinsky

Kornhaus - Schwörrede

Schwörrede – Nadja Wollinsky

Idylle an der Blau im Ulmer Fischviertel

Idylle an der Blau – Peter Reiser

Nepomuckkapelle in Wiblingen

Wiblingen Nepomukkapelle – Peter Reiser

Wasserspeier am Ulmer Münster

Wasserspeier – Peter Reiser

Friedrichsau - Ulmer Volksfest

Ulmer Volksfest – Peter Reiser

Ulmer Münster - Brautportal

Ulmer Münster Brautportal – Peter Reiser

Wasserrad Ulm Clarissenhof

Wasserrad – Peter Reiser

Altstadt Ulm

Altstadt Ulm – Peter Reiser

Neue Bibliothek Ulm

Ulm neue Bibliothek – Nadja Wollinsky

Ulm im Herbst - Hotel Maritim

Ulm im Herbst – Peter Reiser

Ulmer Lichterserenade

Lichterserenade in der Ulmer Schwörwoche

Lichterserenade

Die Ulmer Lichterserenade auf der Donau zum Ulmer Volksfest

Stimmungsvoller Auftakt zum gefühlten Höhepunkt des Ulmer Festjahres ist alljährlich die am Samstag vor Schwörmontag (jeweils vorletzter Julimontag) nach Einbruch der Dämmerung beginnende „Lichterserenade“.

Das trotz Feuerwerks insgesamt eher stille, strömungsgemäße Hinunterschaukeln tausender roter und gelber Windlichter („Hindenburglichter“) ist ein fast schon philosophischer („panta rhei“: Alles fließt, d.h. ist stetem Wandel unterworfen und doch immer eine Einheit, was ja auch für die Formen des Schwörmontags galt und gilt) Kontrapunkt zum karnevalistischen Nabada und der feierlichen Schwörrede mit namengebendem Schwur des Oberbürgermeisters. Ein junger Brauch, aber mit vielen Vätern.

An der Wiege zur Lichterserenade standen die Ulmer Kanuten, die einst vor Schwörmontag private, mit lampiongeschmückten Kanus durchgeführte nächtliche „Flottenparaden“ auf der Donau abhielten. Hinzu kamen Mitglieder der Gesellschaft der Donaufreunde, welche andernorts eine Wasserillumination kennenlernten und diese auf die Donau übertrugen. Beides führte schließlich ausbauend zusammen der damalige Verkehrsverein. So können sich seit 1967 alljährlich bei ruhigem Wasser tausende Besucher an den Ufern und auf den mitwirkenden Ulmer Schachteln selbst versonnen dem Lichterspiel hingeben. „Panta rhei“ eben…

Die Fassaden der Gewerbebank, auch wenn sie durch spätere Umbauten einzelne Motive verloren (wie die Figur von Schulze-Delitzsch über dem ehemaligen, jetzt geschlossenen Haupteingang), gehören immer noch zum Besten des Ulmer Jugendstils. Das Erdgeschoss ruht auf hellen, wuchtigen Buckelquadern, an die Stauferzeit erinnernd; am Nebeneingang zum Olgaplatz tummelt sich ein steinerner Salamander samt Fisch als Regenrinnenkopf. Über dem Nebeneingang in der Heimstraße hält eine steinerne Nachtwächterfigur Ausschau nach Unberechtigten, die nachts über
diesen Eingang den Tresorraum der Bank hätten erreichen können. Der abgebildete halbrunde Turm an der Südwesthausecke prunkt mit romanisierenden Würfelkapitellen, darüber erhebt sich ein barocker Wellrandgiebel zur Frauenstraße, auf dem (ähnlich dem Ulmer Kornhaus) Zierkugeln sitzen. Das ganze Haus wird gekrönt von einem kupfernen Dachturm, ebenfalls barock anmutend. Kunststeinelemente gliedern lebhaft die in Rauputz gefassten Fassaden. An diesem Gebäude ist die Symbiose verschiedener Architekturstile und die Kooperation diverser Handwerkstechniken (Steinmetz- und Kupferarbeiten, Schreiner- und Eisenschmiedewerke) ideal verwirklicht.

Text: Uwe Heinloth

Jugendstilfassade am Olgaplatz

Jugendstilfassade am Olgaplatz

Jugendstilfassade am Olgaplatz

Jugendstilfassade am Olgaplatz

Ein schönes, wenigstens in den Fassaden gut erhaltenes Ulmer Jugendstilgebäude zeigt der Monat April. Das Haus steht am Olgaplatz mit Fassaden auch zur Frauen- und Heimstraße; eröffnet wurde der Bau am 3. September 1905 als neue Ulmer Gewerbebank, welche dieses Jahr 150 Jahre alt wird (heute Volksbank Ulm-Biberach).

Das am 5. September 1863 durch siebzig Ulmer Bürger nach den genossenschaftlichen Prinzipien von Hermann Schulze-Delitzsch (1808-1883) gegründete Kreditinstitut, Zeichen des gewerblich-industriellen Aufschwunges der damaligen Stadt durch Betriebe wie Magirus, Eberhardt, Mayser oder den Eisenbahnausbau, erwarb 1903 einen Bauplatz an der „verlängerten Frauenstraße“, direkt neben der dort 1901 eröffneten Reichsbank. Veranlasst zum Neubau wurde die Gewerbebank durch florierende Einlagen mit wachsenden Effekten- und Depositengeschäften. Kurz darauf folgte eine Grundstückserweiterung nach Süden zur Heimstraße, was den Ulmern eine technische Sensation bescherte: es wurde nämlich die darauf stehende Jacksche Villa als gesamtes Gebäude 50 Meter und fassadengedreht auf ihren neuen Standort in der Heimstraße verschoben.

Danach konnte endlich der repräsentative Bankneubau in Auftrag gegeben werden. Die hierfür ausgewählte „Architecten-Societät“ war das Stuttgarter Büro von Carl Weigle (1849-1932) und Ludwig Eisenlohr senior (1851-1931). Beide Architekten hatten hervorragende Referenzen vorzuweisen; später durfte das Büro Weigle (mit Partner Oscar Pfennig, 1880-1963) noch das neue Kaufhaus „Müller & Compagnie“ (heute Wöhrl-Plaza) in der Hirschstraße errichten und am Bau der „Neuen Donaubrücke“ (an der Stelle der jetzigen nachkriegszeitlichen Gänstorbrücke)
mitwirken. Weigle war berühmt geworden durch seinen Bau des heutigen Schiller-Nationalmuseums in Marbach am Neckar (1901-1903), Eisenlohr durch seine Entwürfe für den Berliner Reichstag oder das Leipziger Reichsgericht; sie entwarfen für die Ulmer Gewerbebank ein vornehmes Haus mit modernster Technik (Dampfheizung) in Jugendstilformen, die zeitüblich mit barocken und vor allem romanischen Motiven spielen.

Die Fassaden der Gewerbebank, auch wenn sie durch spätere Umbauten einzelne Motive verloren (wie die Figur von Schulze-Delitzsch über dem ehemaligen, jetzt geschlossenen Haupteingang), gehören immer noch zum Besten des Ulmer Jugendstils. Das Erdgeschoss ruht auf hellen, wuchtigen Buckelquadern, an die Stauferzeit erinnernd; am Nebeneingang zum Olgaplatz tummelt sich ein steinerner Salamander samt Fisch als Regenrinnenkopf. Über dem Nebeneingang in der Heimstraße hält eine steinerne Nachtwächterfigur Ausschau nach Unberechtigten, die nachts über
diesen Eingang den Tresorraum der Bank hätten erreichen können. Der abgebildete halbrunde Turm an der Südwesthausecke prunkt mit romanisierenden Würfelkapitellen, darüber erhebt sich ein barocker Wellrandgiebel zur Frauenstraße, auf dem (ähnlich dem Ulmer Kornhaus) Zierkugeln sitzen. Das ganze Haus wird gekrönt von einem kupfernen Dachturm, ebenfalls barock anmutend. Kunststeinelemente gliedern lebhaft die in Rauputz gefassten Fassaden. An diesem Gebäude ist die Symbiose verschiedener Architekturstile und die Kooperation diverser Handwerkstechniken (Steinmetz- und Kupferarbeiten, Schreiner- und Eisenschmiedewerke) ideal verwirklicht.

Text: Uwe Heinloth

Ulmer Friedrichsau, Hotel Lago am Unteren Ausee

Unterer Ausee in der Ulmer Friedrichsau

Im Wasser des Unteren Ausees spiegelt sich die 24 Meter hohe Fassade des nach dem See benannten Hotels „Lago“ mit ihren sechs Obergeschossen. Rechts dahinter liegen die Messehallen und daneben das schon vor dem Hotel bestehende, heute integrierte Restaurant „Lago“. Die „untere“ Au bis zum „Hohen Steg“ wurde als Erweiterung mit der neuen Donauhalle und dem durch Kiesabbau entstandenen unteren See im Mai 1956 dem Erholungspark Friedrichsau zugeschlagen.

Nicht nur städtebaulich, sondern ganz besonders wegen seines Innendesigns bildet das am 18. Januar 2010 eröffnete Nichtraucher-Vier-Sterne-Hotel mit 120 Betten in 60 Zimmern einen Höhepunkt in der Au und dem Ulmer Messegelände. Verkleidet mit gerillten Wetterschutzplatten in Holzoptik, bietet die Fassade Bezugspunkte zum alten Baumbestand der Friedrichsau, welcher wiederum von innen durch die bodentiefen Fenster in Transparenz bestaunt werden kann. Im Inneren des Kubus werden die unteren fünf Etagen mit je zwölf Zimmern, sowie das oberste sechste Geschoss als Wellnessbereich und Hotelsuiten, von ausgeklügelter ökologischer Gebäudetechnik beherrscht, wie zum Beispiel thermischer Nutzung des in der Au anstehenden Grundwassers samt dessen Rückführung in den natürlichen Kreislauf.
Das Besondere aber ist die vom Bauherren entwickelte „Ulmer Seele“ des Hotels. Sie drückt sich als gestalterisches Prinzip schon von außen durch Etagenschichtung und Flachdach, im Inneren baustrukturell durch analog-rationale Anlage der einzelnen Obergeschosse aus. Deutlich verweist die Hotelarchitektur auf das Erbe der ehemaligen, 1968 geschlossenen Ulmer Designerschule am Oberen Kuhberg – der hfg, Hochschule für Gestaltung.
Die vier unteren Hotelebenen sind in ihrem Design den zu den olympischen Sommerspielen 1972 in München entwickelten „Regenbogenfarben“ Otl Aichers verpflichtet; dessen Sohn wirkte an der Hotelausgestaltung mit. Der Flur einer jeden Etage ist in jeweils einer dieser Farben gehalten, die sich dann auch motivisch in den Hotelzimmern findet. Großflächige Wandtapeten im Aufzugsbereich erzählen bildhaft von der Geschichte der hfg; bis hin zu den Türklinken und den typischen „Ulmer Hockern“ sind in den Hotelräumen Produkte ehemaliger hfg-Designer wie Bill, Gugelot, Zeischegg oder eben Aicher verwendet worden. Das fünfte Obergeschoss geriet, in Grau-Weiß-Kontrast gehalten, schon beinahe zu einem Museum; im Flur ausgestellte Gegenstände der ehemaligen Fachbereiche der hfg, zum Teil von damaligen Dozenten oder Studenten geschenkt, evozieren das anregende Klima der 50er und 60er Jahre in Schule und Stadt, unterstreichen die heute noch fast alltägliche Bedeutung der hfg in designten Gebrauchsgegenständen, ein Aha-Erlebnis für die überraschten Hotelgäste.

Mit ca. sechs Millionen Euro entstand so am Unteren Ausee aus zunächst gar nicht eingeplantem Idealismus des Bauherrn im bezwingenden Design einer Ulmer Innenarchitektin ein erlebbares Monument derjenigen Zeit, als durch die hfg Ulm weltweit zu den führenden Designerstätten gehörte.

 

Text: Uwe Heinloth

Ansicht Ulm, Metzgerturm, Rathaus, Münster

Ansicht Ulm mit Münster, Metzgerturm und Stadtmauer um Winterfrost

Ansicht Ulm mit Münster, Metzgerturm und Stadtmauer um Winterfrost

Im spätwinterlichen Gewand präsentiert das Kalenderbild Februar die Donauansicht der Stadt mit Münstertürmen und Rathausgiebeln, die den Metzgerturm hinter der Donaustadtmauereinrahmen; symbolisiert ist so die einstige Reichsstadt mit ihrer Pfarrkirche, mit ihrer politischen Mitte und mit ihrer Befestigung: „Stadtluft macht frei“!

1480 bauten die Ulmer hier ihre neue Stadtmauer, damals noch mitten im „reißenden Wasser“ der Handelsstraße Donau; die neue Mauer verkürzte die Verteidigungslinie und ließ die alte Vorgängerbefestigung in die zweite Reihe zurücktreten, womit an dieser Häuser errichtet werden konnten.

Der Wehrturm aus der Mitte des 14. Jahrhunderts, älter als Münster und Rathaus, geriet so ebenfalls ins Hintertreffen, blieb aber wegen seines spitzbogigen Tores mit den heute noch gut erhaltenen Fallgitterführungssteinen bestehen. Bot er doch Zugang zu dem ihm einst zu Füßen liegenden alten Ulmer Schlachthaus, von dem nur noch ein kleiner Rest im Zwinger vor dem amrechten Bildrand sichtbaren Gebäude des ehemaligen Stadtbades, heute Musikschule der Stadt, erhalten blieb. Weil der Turm aber nie ein Stadttor bildete, konnte er mit seinen Schießscharten zur Verteidigung weiter genutzt werden; nur floss seit dem Bau der neuen Stadtmauer nicht mehr die Donau direkt an ihm vorbei, sondern die vor ihm neu angelegte „Metzgerblau“, die nun das Geschäft der Schlachtabfallbeseitigung zu übernehmen hatte. Bei einer Grundfläche von etwa sieben auf sieben Meter wirkt der 36 Meter Höhe erreichende Metzgerturm grazil; seine gleichzeitige Mauerdicke von 1,7 Meter ermöglicht allerdings heutzutage keine sinnvolle Nutzung solch beengter Innenräume. Diese Leere gleicht der Turm aber mit zwei Besonderheiten aus.

Auf dem Bild gut sichtbar ist sein Schmuckdach, bestehend aus insgesamt 5750 Dachziegeln, von denen 1480 bunt glasiert erhalten blieben; bei der letzten Dachsanierung 1999/2000 wurden davon wiederum 500 für 200.000 Mark kopiert und ergänzend aufs Dach gelegt. Seither leuchtet der Turm wieder in alter Frische, zeigt stolz sogar die ergänzten Dachgratziegel mit ihren„Kriechblumen“ (oder Krabben). Damit sieht der Metzgerturm fast so aus, wie ihn die Schedelsche Weltchronik im Jahr 1493 zeigt.

Bis auf seine inzwischen eingetretene „Neigung“ von 2,05 Metern Überhang nach links hinten, sie ist auf dem Bild allerdings kaum zu erkennen. Sie soll entstanden sein, weil der Turm zur Donau hin auf jener erwähnten Vorgängermauer aufsitzt, die stadtseitigen Turmfundamente aber, im allzu weichen einstigen Donauufergrund früher durch Hölzer gestützt, geringere Tragfähigkeit vorfanden. In Ulm glaubt dies kein Mensch; man vertraut eher der Sage von den feisten Metzgern, die enorm schlechte Würste produziert, aber teuer verkauft haben sollen. Im Turm eingesperrt,fielen sie vor Schreck über das ihnen dort verkündete Urteil in eine Ecke um. Durch diese Gewichtsverlagerung soll das schlanke Bauwerk zu Ulms heutigem „Schiefen Turm“ geworden sein,weswegen er regelmäßig auf Standfestigkeit überprüft wird. Und diese zum Glück für die Spaziergänger auch nachweisen kann…

Text: Uwe Heinloth

Der Alte Friedhof im Winter mit dem Grab von Graf Arco

Grab des Grafen Arco

Grab des Grafen Arco auf dem alten Ulmer Friedhof

Ein stimmungsvolles Winterkleid hat sich der jahrhundertelang als Gottesacker belegte Friedhof übergezogen. Seit 1899 durch den „Neuen Friedhof“ an der Stuttgarter Straße ersetzt, wurde er im Rahmen des Grünflächenkonzepts der kriegszerstörten Stadt ab 1949 zum Park umgestaltet. Knapp 200 historische Grabstätten unter fast 400 alten Bäumen hinterließ der damalige Leiter des Garten- und Friedhofamtes, Landschaftsarchitekt Günther Grzimek.

Das abgebildete klassizistische Grabmal dient Philipp Graf von und zu Arco als um 1806 errichtete Ruhestätte, rechts des Hauptdiagonalweges von der Georgskirche zur Schülinstraße gelegen – auf historischem Boden. Wurden doch daneben 1879 wohl die Fundamente der alten Ulmer Pfarrkirche „Unsere liebe Frau ennet felds“ entdeckt, 1376/77 abgebrochene Vorgängerin des Münsters.
„Ja weine nur herab von Deinem Thron / Um ihn, o Max, des Dankes heil’ge Zähren / Lang wird Dir keinen edlern, treuern Sohn / Der mehr Dich liebt, das Vaterland gebären!“, dichtete Johann Martin Miller, Ulms berühmter Autor des Romans „Siegwart, eine Klostergeschichte“, in der Pfauengasse niedergeschrieben und in Leipzig 1776 erschienen. Miller, Mitglied des „Göttinger Hainbundes“ und Ulmer Theologe, fordert den damaligen bayerischen Landesherrn Ulms, Kurfürst Max IV. Josef, beinahe hymnisch auf, seinen Ende November 1805
entschlafenen „Generalkommissär in Schwaben“ würdig zu betrauern. Diese Funktion nämlich bekleidete der junge Graf Arco (1775-1805) in Ulms bayerischer Zeit, von Max 1804 zum Präsidenten der Landesdirektion ernannt.
Aus berühmter Familie stammend, erwarb sich der überaus fleißige junge Mann höchstes Ansehen an seinem Dienstort Ulm. Allerdings überforderte er Arbeitskraft und Gesundheit; nach Napoleons Feldzug im Oktober um Ulm verstarb er schließlich hochbetrauert und erhielt ein triumphales Begräbnis. Auf sein Wirken geht die seit 1499 erste dauerhafte Ansiedlung eines jüdischen Kaufmannes, Heinrich Harburgers, zurück. Arco setzte gegen den Widerstand der christlichen Ulmer Kaufleute die Konkurrenz seines „Schutzjuden“ durch. Anhänger der Philosophie Rousseaus, wurde so auch Arcos Grabmal Zeugnis der Aufklärung; es soll nämlich die erste Nachbildung des Sarkophages von Rousseau im Park des Schlosses Ermenonville (Oise) auf der berühmten dortigen „Pappelinsel“ sein. Damit könnte Ulm also einen weiteren (Welt-)Rekord aufweisen. Zurück zur Natur!

Text: Uwe Heinloth